CELLOKONZERT (URAUFFÜHRUNG) Musik: Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2 g-Moll op. 126 von Dmitri Schostakowitsch Choreographie: Martin Schläpfer Musikalische Leitung: Axel Kober Bühne: Marcus Spyros Bertermann Kostüme: Hélène Vergnes Licht: Thomas Diek Violoncello: Nikolaus Trieb Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg Düsseldorfer Symphoniker Uraufführung am 23. November 2019 – Opernhaus Düsseldorf im Rahmen von b.41 Zweiundzwanzig neue Choreographien und eine Operninszenierung hat Martin Schläpfer in den vergangenen zehn Jahren für das Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg geschaffen. Mit „Cellokonzert“ kreierte er nun – vor seinem Wechsel zum Wiener Staatsballett im September 2020 – eine letzte Uraufführung als Abschiedsgeschenk und zugleich Hommage an sein gesamtes Ensemble. Musikalische Basis ist ihm hierfür Dmitri Schostakowitschs 2. Konzert für Violoncello und Orchester g-Moll op. 126. Mstislaw Rostropowitsch brachte das Werk am 25. September 1966 in Moskau zur Uraufführung – dem 60. Geburtstag des Komponisten. Aber keine Festmusik hatte Schostakowitsch mit diesem Cellokonzert komponiert, sondern eine Musik – so Rostropowitsch –, in der „die ganze weite Amplitude unseres Lebens“ steckt. Fragestellungen, Themen, Bilder und Motive, die sich als immer wieder neu beleuchtete Bausteine durch Martin Schläpfers Werk ziehen, bilden auch in „Cellokonzert“ die Textur des choreographischen Gewebes: Seine Bilder vom Menschen voller Hingabe, Schönheit, individuellem Farbenreichtum, aber auch Brüchigkeit, Gefährlichkeit und Widerspenstigkeit. Seine Bilder des Ausgesetztseins und des Kampfes, die er in den zahlreichen Paarkonstellationen in „Cellokonzert“ ungewöhnlich befriedet. Jene Bilder aber auch, in denen sich Martin Schläpfers eigenwilliger Humor spiegelt und scheinbare Gewissheiten immer wieder entgleiten lässt – auch die des Tanzes. Fest auf dem Boden hat er sein „Cellokonzert“ angesiedelt. Nur einige wenige Sprünge lösen sich von diesem in einem Tanzen, das sich im Verbund mit der Musik – wie Martin Schläpfer es formulierte – immer tiefer in die Erde hinein zu fräsen scheint, Schichten freilegend, aus denen das Ensemble gegen Ende wie aus einem Wunder der Natur neue Kraft schöpft, demütig, aber auch mit dem Wissen, dass nur das Rückgrat jedes Einzelnen einem Kollektiv Rückgrat zu geben vermag. www.ballettamrhein.de © Ballett am Rhein Video: Ralph Goertz