Walter Momper war beim Mauerfall am 9. November 1989 Regierender Bürgermeister in Berlin. Er blieb es bis Januar 1991. Bis dahin musste die die ersten notwendigen praktischen Maßnahmen beschließen und durchführen. Dazu gehörte vor allem das Zusammenführen der Straßenverbindungen, Telefon, Energiestränge, und der Verkehrsbeziehungen. „Das war rein praktische Einigungsarbeit“, so Walter Momper in der Sondersendung „25 Jahre Einheit“. Sehr viel schwieriger war die Überzeugungsarbeit bei seinen eigenen Genossen aus der SPD, als es um die Frage ging, bleibt Bonn Hauptstadt oder wird es – wie jahrelang versprochen – wieder Berlin? „Berlin wollten die Genossen um Johannes Rau und Wolfgang Clement in Düsseldorf überhaupt nicht. Die Stimmung war bis zur Abstimmung im Juni 1991 weitgehend gegen Berlin.“