Ich nahm ein paar Kugeln und hängte sie an den Weihnachtsbaum. Er sah richtig schön aus. Es war einer der schönsten Weihnachtsbäume, den ich seit langem hatte. Aber vielleicht lag es auch daran, dass dies das erste gemeinsame Weihnachten mit meinem Mann sein würde. Er war Soldat beim Militär und deshalb hatten wir letztes Jahr nicht gemeinsam feiern können, denn er war im Krieg gewesen. Mein Bruder tauchte neben mir auf. Logan: Dems du sollst dich doch nicht anstrengen. Demi: Zwei Kugeln aufhängen nennst du also Anstrengung? Logan: Ich will doch nur, dass es meiner Schwester und meinem Neffen gut geht. Demi: Neffe? Du hoffst also immer noch darauf, dass es ein Junge wird... Er grinste und hängte ein paar Sterne auf. Ich strich über meinen dicken Bauch und sah ihm zu. Joe wusste noch nichts von seinem Kind. Ich wollte es ihm sozusagen zu Weihnachten schenken. Deshalb freute ich mich besonders darauf, dass er morgen daheim sein würde. Layla: Demi, hast du noch irgendwo etwas Mehl? Meldete sich Logans Frau aus meiner Küche. Demi: Ja, im Schrank über dem Kühlschrank. Das hatte ich nun davon, dass ich erlaubt hatte bei mir zu backen. Aber sie war ein nettes Mädchen und bei ihr war ich mir auch sicher, dass ich danach meine Küche wieder betreten konnte ohne in Ohnmacht zu fallen. Es duftete auch schon lecker nach den ersten Plätzchen. Demi: Darf man schon mal was probieren? Layla: Wartet, ich bringe euch gleich was. Die Braunhaarige kam mit etwas Mehl auf der Nase und einem Teller mit Plätzchen zu uns ins Wohnzimmer. Layla: Wow der Baum sieht toll aus. Demi: Ja find ich auch. Und danke nochmal, dass ihr ihn her gebracht habt. Logan: Für meine kleine Schwester würde ich doch alles tun. Ich schlug ich leicht auf die Schulter und lachte. Nachdem Layla fertig gebacken hatte und aufgeräumt hatte gingen die beiden nach Hause. Ich setzte mich neben den warmen Ofen und ruhte mich etwas aus, als das Telefon klingelte. Demi: Hallo? Joe: Hey Demsi. Ich lächelte. Demi: Joe, wann kommst du? Ich hörte wie er seufzte. Joe: Hier sind ein paar Unruhen und sie wissen noch nicht wie viele Leute sie brauchen. Deshalb könnte es sein, dass ich erst Neujahr nach Hause komme. Eine Träne rollte mir über die Wange. Joe: Es tut mir so leid. Ich wäre viel lieber bei dir zu Hause. Demi: Du kannst ja nichts dafür. Rette die Welt mein Held und ich werde eben warten und dir ein paar von Laylas wundervollen Plätzchen aufheben. Ich versuchte lustig zu sein, doch mir war nur zum Heulen zu Mute. Joe: Ich freu mich drauf. Ich liebe dich, vergiss das nicht. Demi: Das könnte ich nie. Ich liebe dich auch. Damit war das Gespräch beendet. Ich sank auf meinen Sessel zurück und ließ die Tränen einfach laufen. Plötzlich spürte ich ein seltsames Ziehen in meinem Bauch. Das konnte jetzt nicht sein...