"Objekt des Monats" | DDR-Studio-Tonbandgerät T 103b | Stiftung Tri-Ergon Filmwerk

"Objekt des Monats" | DDR-Studio-Tonbandgerät T 103b | Stiftung Tri-Ergon Filmwerk

"Objekt des Monats" DDR-Studio-Tonbandgerät T 103b Das Studio-Tonbandgerät T 103b ist eine Entwicklung der Firma Sander & Janzen und wurde ab 1965 von der Firma Thurow in Ost-Berlin gefertigt. Es nimmt 1.000 Meter Standardband auf Bobby und Bandtellern auf, verfügt über die drei Bandgeschwindigkeiten 38,1, 19,05 und 9,53 cm/s, die elektrisch umgeschaltet werden. Eine Besonderheit ist die Drehrichtungsumschaltung der Wickelmotoren. Damit ist es möglich, Tonbänder mit der üblichen Schicht außen, aber auch mit Schicht innen abzuspielen. Dazu wurde das Band mit Abwickelrichtung im Uhrzeigersinn eingelegt. Der Fühlhebel übernimmt die Umschaltung der Wickelmotoren. Ein Hebel unterhalb der Laufwerksplatte ermöglicht die Verriegelung der Bandgeschwindigkeit bei 38,1 cm/s. Damit sollten Fehlbedienungen im Betrieb ausgeschlossen werden. Die Maschine wurde üblicherweise in Truhen mit dem Verstärkersatz für Aufnahme und Wiedergabe eingebaut. Das T103b, auch R29b genannt, gilt als Arbeitspferd des DDR-Rundfunks, das bis in die 1980er Jahre im Einsatz war. Das gut 45 Kilogramm schwere Gerät war an Robustheit kaum zu überbieten.