"Objekt des Monats" |  Bolex K 1 Doppel 8 | Stiftung Tri-Ergon Filmwerk

"Objekt des Monats" | Bolex K 1 Doppel 8 | Stiftung Tri-Ergon Filmwerk

"Objekt des Monats" Bolex K 1 Doppel 8 Das Spitzenmodell der Bolex-Schmalfilmkameras unterhalb der H 8. Es kostete Mitte der 1960er Jahre 1.850 Mark. Im auffälligen Handgriff fand die Rückspulkurbel sowie der Batteriensatz für die automatische Belichtung Platz. Die Brennweite der Vario-Optik reicht von 8 bis 36mm. Die Bolex-Ingenieure ließen sich eine kleine Finesse dazu einfallen: Ab einer Brennweite von 25mm ließ sich eine Bremse einschalten, die dem Filmer signalisierte, aus der Hand nicht in höhere Brennweiten zu zoomen, damit die Aufnahmen nicht verwackelten. Der helle und große Dauersucher zeigte auch das Umfeld des Bildes auf einer feinkörnigen Mattscheibe. Die Geschwindigkeit des Federwerks ließ sich auf 12, 18 und 40 Bilder einstellen. Die Belichtung war automatisch oder von Hand einstellbar, gemessen wurde jedoch nicht durch das Objektiv. Die Empfindlichkeit lag zwischen 10 und 400 ASA. Außerdem ließ sich der Film zurückwickeln, dabei wurde allerdings das Federwerk aufgezogen. Das Filmfassungsvermögen lag bei 7,5 Meter Doppelachtfilm, der nach dem ersten Durchlauf gewendet werden musste und nach der Entwicklung bei Kodak oder Agfa aufgeschnitten und dann zu 15-Meter-Röllchen zusammengeklebt wurde. Eine Spule Kodachrome Farbumkehrfilm kostete damals rund 18 Mark inklusive Entwicklung.