Martin Schläpfer: Johannes Brahms - Symphonie Nr. 2

Martin Schläpfer: Johannes Brahms - Symphonie Nr. 2

JOHANNES BRAHMS - SYMPHONIE NR. 2 MUSIK Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73 von Johannes Brahms CHOREOGRAPHIE Martin Schläpfer MUSIKALISCHE LEITUNG Jochem Hochstenbach BÜHNE UND KOSTÜME Keso Dekker LICHT Franz-Xaver Schaffer Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg Düsseldorfer Symphoniker Premiere: 17. Oktober 2014, Opernhaus Düsseldorf im Rahmen des Ballettabends b.21 Mit großen, frei dahingeworfenen Pinselstrichen baut sich eine Landschaft vor unserem Auge auf. Keso Dekker hat einen Raum geschaffen, der vielerlei Assoziationen zulässt: ein stürmischer Herbsttag, ein aufgepeitschter See, eine hügelig-nächtliche Gegend, die durchaus Anmut kennt – vielleicht dort, wo Johannes Brahms 1877 seine Sinfonie Nr. 2 in D-Dur komponierte, in Kärnten, am Wörthersee – vielleicht. Wie kaum einem anderen Zeitgenossen gelingt es Martin Schläpfer, das Wesen großer sinfonischer Werke zu erfassen und in Tanz zu verwandeln. In den Bewegungsimaginationen seiner Choreographie „Johannes Brahms – Symphonie Nr. 2“ lebt das Universum des Balletts von „Giselle“ bis „Schwanensee“ weiter. Dabei sind es jedoch nicht die alten Geschichten als Handlung, die den Choreographen interessieren, sondern ihr Tanz – ein Vokabular, das damals erfunden wurde, um auszudrücken, was die Erzählung erforderte: Verzauberung, Elfenhaftes, auch Virtuoses … All das lebt in „Johannes Brahms – Symphonie Nr. 2“ weiter, aber auf eine Weise, die sich der Doppelbödigkeit von Idylle und romantischer Sehnsucht mit der Melancholie der Moderne bewusst ist und Martin Schläpfer damit als einen der aufrichtigsten Gestalter unserer Zeit zeigt. Video: Ralph Goertz © Ballett am Rhein