Das Ballett am Rhein zu Gast im Oman - November 2014

Das Ballett am Rhein zu Gast im Oman - November 2014

Im November 2014 gastierte das Ballett am Rhein erstmals im Royal Opera House von Muscat im Oman. Fotografin Susanne Diesner hat dieses besondere Gastspiel mit ihren Kameras dokumentiert. Mit großer Offenheit und Neugier ist das Ballett am Rhein mit den beiden Schläpfer-Choreographien „Forellenquintett“ und „Johannes Brahms - Symphonie Nr. 2“ in Muscat begrüßt worden. Interkulturelle Verständigung hat im Oman nicht zuletzt durch den Einfluss seines Regierungsoberhaupts, Monarch Sultan Qabus, einen hohen Stellenwert. Seine Landsleute und in der Hauptstadt beschäftigte Ausländer profitieren regelmäßig von den Darbietungen internationaler Künstler und Ensembles, die in dem 2011 eröffneten hochmodernen Opernhaus gastieren. Nach dem Bayerischen Staatsballett war das Ballett am Rhein die zweite deutsche Compagnie, die ihre Tanzkunst im Oman präsentieren durfte. Martin Schläpfer freute sich sehr über den Erfolg des Balletts am Rhein im Orient: „Tanz ist eine internationale Kunstform, die keine Worte zur Verständigung braucht, weil er mit emotionalen Wahrheiten und mit Ritualen arbeitet, mit Körpersprache. Und diese Grundlagen sind bei allen Menschen gleichermaßen vorhanden, egal wie unterschiedlich unser kulturelles Erbe sein mag. Deshalb freut es mich sehr, dass das Ballett am Rhein im Royal Opera House Muscat das zeigen durfte, was seine Identität ausmacht, in der Tanzsprache, die es prägt und einmalig macht. Die Einladung in den Oman war eine große Ehre für mich und die Compagnie.“ Auch Generalintendant Prof. Christoph Meyer, der die Ballettcompagnie in den Oman begleitet hat, war begeistert: „Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, wie Kommunikation über Musik und Körpersprache in der ganzen Welt funktioniert. Ein unglaublich herzlicher Empfang für unsere fantastischen Tänzerinnen und Tänzer in einem beeindruckenden hochmodernen neuen Opernhaus, das in Deutschland seinesgleichen sucht.“ Christina Scheppelmann, Generaldirektorin des ROHM, hat mit ihrer Einladung ein glückliches Händchen bewiesen. Tradition und Fortschritt stehen im Sultanat Oman in keinem Widerspruch. Das Opernhaus selbst vereint modernste Bühnentechnik mit traditioneller orientalischer Architektur. Auch Schläpfers Tanzkunst wagt den Spagat zwischen Tradition und Jetztzeit, und so konnte seine Compagnie als Botschafterin der Tanzkunst für das 21. Jahrhundert vielleicht auch deshalb überzeugen, weil sie ihre Wurzeln aus dem klassischen Bewegungsrepertoire nicht verleugnet. Video: Susanne Diesner © Ballett am Rhein