Skandal! - Der verkaufte Fußball

Skandal! - Der verkaufte Fußball

Nach einem Bericht des Magazins Der Spiegel aus dem Oktober 2015 gibt es ein Geheimpapier vom 23. November 2004 mit einem handschriftlichen Vermerk des damaligen, inzwischen zurückgetretenen DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach, wonach der französisch-schweizerische Unternehmer Robert Louis-Dreyfus († 2009), damaliger Vorstandschef von Adidas, dem deutschen Bewerbungskomitee vor der WM-Vergabe als Privatmann 10,3 Mio. Schweizer Franken (ca. 13 Mio. D-Mark) geliehen haben soll. Mit dem Geld soll laut Spiegel die FIFA-Entscheidung gekauft worden sein, die Fussballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland abzuhalten. Diese Summe, laut Spiegel mutmaßlich zum Stimmenkauf im Frühjahr 2000 geliehen, taucht nicht im offiziellen 20-Millionen-DM-Haushalt auf. Als Dreyfus das Geld – nun 6,7 Mio. Euro – später zurückforderte, soll es 2005 über ein diskretes FIFA-Konto, eingerichtet bei einem Schweizer Geldhaus (nicht identisch mit der FIFA-Hausbank) zurücküberwiesen worden sein. Den Schuldschein, den Louis-Dreyfus erhielt, soll Franz Beckenbauer unterschrieben haben, der auch einen Vertrag mit Adidas hatte. Laut Spiegel-Recherchen soll auch der deutsche Medienunternehmer Leo Kirch († 2011) in die Affäre verwickelt gewesen sein. In einer Sitzung im Juli 2013 am Frankfurter Flughafen mit Theo Zwanziger, Niersbach, Horst R. Schmidt, Franz Beckenbauer und dessen Berater Fedor Radmann soll das Thema im Zusammenhang mit dem Konkurs der Schweizer Sportrechte-Agentur ISL zur Sprache gekommen sein. Zwanziger habe für die Einsetzung einer DFB-eigenen Aufklärungskommission geworben, was aber nie umgesetzt wurde. Niersbach und Radmann dementierten nach Veröffentlichung des Spiegel-Berichts Schmiergeldzahlungen oder die Existenz schwarzer Kassen. Der ehemalige FIFA-Mediendirektor Guido Tognoni bzw. die Bundestags-Sportausschussvorsitzende Dagmar Freitag (SPD) sprachen von einer möglichen Kampagne bzw. einem möglichen Komplott gegen Niersbach. Niersbach kündigte außerdem rechtliche Schritte gegen den Spiegel an; nach seinem Rücktritt gab Interims-DFB-Präsident Rainer Koch allerdings bekannt, dass man darauf jedoch verzichten werde. Der 380-seitige Prüfbericht einer von der DFB-Führung veranlassten Prüfung der WM-Vergabe durch die Rechtsanwaltskanzlei Freshfield kam 2016 zu dem Ergebnis, dass die WM nicht „gekauft“ worden sei. Das Magazin Der Spiegel kritisierte die Untersuchung, die rund neun Millionen Euro gekostet haben soll, als „Gefälligkeitsgutachten“. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt kritisierte die Kooperationsbereitschaft des Verbandes als „stark eingeschränkt“, ähnlich die der Kanzlei. Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9... Deutsche Welle: https://www.dw.com/de/chronologie-der... Die Zeit: https://www.zeit.de/zustimmung?url=ht... Der Spiegel: https://www.spiegel.de/sport/fussball... DocumentaryFR3AK ► Twitter:   / docufr3ak   ► Youtube:    / @documentaryfr3ak57   ► Facebook:   / 100012441496975   ► Blogger: http://documentaryfr3ak.blogspot.de/