E-Fuels – Problem oder Chance? Momentan gibt es eine entscheidende Frage: Sind E-Fuels gut oder schlecht für die Umwelt? Es kommt dabei auf den Standpunkt an. Verfolgen wir eine Ideologie wie die Politik derzeit und hoffen auf 100% Öko-Strom - irgendwann – oder – betrachten wir die Realität mit dem Ziel sofort weniger CO2 zu emittieren.! Entweder e-Fuel ist der Teufel für die Ideologen oder es ist die ideale Brückentechnologie für den Übergang zu wirklich umweltfreundlichen Technologien. Walter Röhrl erklärt seine Position. Im Kern geht es darum, dass wir in 50 Jahren nicht feststellen wollen, dass Profitgier und Ideologie die Erwärmung der Erde noch beschleunigt haben. Einige Forschungsinstitute betrachten die Gesamtbilanz und befürchten gerade dies bei reinen E-Autos.. Um es vorweg zu nehmen: E-Fuels sind auch nicht ideal – allerdings sind die Alternativen momentan und wahrscheinlich für noch Jahrzehnte viel schlechter! Das Problem: In der Theorie ist das E-Auto besser als der Verbrenner und hilft ein klein wenig die globale Erwärmung zu reduzieren! In der Realität haben E-Autos viele Nachteile. Resultat: Das E-Auto ist wahrscheinlich ein riesiger Fehler! Wir sprechen seit Jahren mit Entwicklern der Industrie die fast alle hinter vorgehaltener Hand das kleine E-Auto nur für den urbanen Einsatz präferieren. Was ist aber mit der Mittel- und Langstrecke. Zuerst einmal betrachten wir die Situation. In unserem Video zur E-Mobilität haben wir schon dargestellt, dass es wohl nie ausreichend Ökostrom geben wird – und genau diesen brauchen wir zu 100%, damit die E-Mobilität sinnvoll wird. Das schwedische Umweltinstitut hat 2021 dem E-Auto einen Nutzen gegen die Klimaerwärmung attestiert – Wenn, ja wenn es zu 100% mit Ökostrom fährt, produziert und entsorgt wird. Und nur dann!!! Dies gibt es aber bestenfalls nur vom eigenen Solardach -sonst nicht! Allerdings müssen wir JETZT etwas für die Umwelt tun und zwar sehr sehr schnell. Wir denken, es gibt einen Denkfehler in der ganzen Debatte. Zuerst einmal sollten wir nicht noch enorme Mengen an CO2 zusätzlich emittieren, nur um die Infrastrukturen aufzubauen. Jedes Kabel, jeder Bagger der diese Kabel vergräbt, jede E-Tankstelle und vor allem alle Akkus erzeugen sehr viel CO2 – bei Produktion und Entsorgung. Können wir uns das noch leisten wo wir schon die 1,5 Grad nicht mehr halten können? Es wäre wahrscheinlich besser die großen E-Autos nicht mehr zu bauen und schmale Reifen, wie auch Performance-Modelle zu reglementieren. Ein besonderes Problem sind die kurzen Nutzungszeiten. Idealerweise sollte ein Auto extrem lange gefahren werden, denn durch die Herstellung ist ja schon der größte Schaden für die Umwelt entstanden. Wer das nicht will, dem ist auch die Diskussion um noch sehr teure E-Fuels dann egal. Dass die kostenintensive Herstellung, der Kreislauf und die Energieverluste keine Rolle spielen zeigt der Vergleich mit dem E-Auto, das bei Messungen wesentlich schlechter davon kommt. Der Hauptfehler liegt darin, dass sich gerade die Ideologen, die Grünen und Umweltretter immer am Fahrbetrieb orientieren, die Produktion von Fahrzeug und besonders der Batterie und dann auch die Entsorgung gerne ausklammern. Doch gerade da liegt das Problem. Gute kleine Benzin-Fahrzeuge erreichen heute schon einen CO2-Ausstoß von nur 70 Gramm pro Kilometer, die E-Fuels können dies auch erreichen. Dann fährt das E-Fuel-Modell mit 7 Tonnen CO2-Ausstoß auf 100.000 km. Diese erreicht ein großes E-SUV mit einer zirka 95 kW-Batterie, denn die Akkus werden ja immer größer, fast schon bei der Produktion. Die Formel lautet derzeit für die mehrheitlich in China und mit Kohlestrom produzierten Energiespeicher: 80 kg pro Kilowatt. Das macht dann 75x80= 7,6 Tonnen! Kommt jetzt noch die extrem energieaufwändige Entsorgung, das Recycling mit Seperation der kostbaren Rohstoffe hinzu, dann wird noch einmal 1,2 bis 1,6 Tonnen CO2 emittiert. Bei einem kleinen Modell sieht es besser, aber auch nicht gut aus. Da sind dann bei 40x80kg immer noch 3,2 Tonnen CO2-Nachteil durch die Herstellung relevant. Mit dieser Bilanz dieser kleinen und großen Modelle erreichen wir dann zirka 3,5 bis fast 8 Tonnen CO2, die beim Verbrenner, dem E-Fuel-Modell und allen Fahrzeugen ohne Batterie schon mal gar nicht anfallen. Mit diesen 3,5-7 Tonnen könnten die „normalen Verbrenner – auch mit E-Fuels, schon locker 110.000 km oder zirka 5-6 Jahre fahren, bis der Umweltschaden der Akkus ausgeglichen ist. Kleine Diesel mit Harnstoffeinspritzung haben ebenfalls schon wesentlich bessere Werte erreicht. Von Ladeverlusten, nachlassender Batterie, zusätzlichem Energiebedarf zum Transport, Beschleunigung und Abbremsen der Zusatzmasse von fast einer Tonne Gewicht, reden wir erst gar nicht. Auch nicht von der Kinderarbeit in der dritten Welt für Rohstoffe etc.. Da die üblichen Tankstellen schon da sind, würde auch keine erneute CO2-Belastung für den Aufbau der Infrastruktur entstehen.