JOELLE LEANDRE & ELISABETH HARNIK - Live at Music Unlimited 30, Minoriten, Wels, Austria, 2016-11-13 Joëlle Léandre: bass Elisabeth Harnik: piano John Cage, Giacinto Scelsi oder Steve Lacy: Mehr als 40 KomponistInnen haben für Joëlle Léandre komponiert und sie mit einschlägig bekannten Ensembles wie l’Itinéraire, 2e2m und Pierre Boulez‘ Ensemble Intercontemporain bekannt gemacht. Die französische Kontrabassistin ist als Improvisatorin weltbekannt, spielte u.a. mit Derek Bailey, Anthony Braxton, George Lewis, Evan Parker, Irene Schweizer, Fred Frith und John Zorn und komponiert auch selbst. Ihre Musik ist auf mehr als 150 Tonträgern dokumentiert. Die vielseitige Instrumentalistin, die sich auch literarisch betätigt, formt mit den vier Saiten ihres Instrumentes - und mit der fünften, als welche sie ihre Mezzo-Stimme definiert - Gesamtkunstwerke, die nach dem Prinzip der literarischen Collage auf die Gleichzeitigkeit von Gegensätzlichem zielen. In Wels wird die „Grande Dame“ der improvisierten Musik mit der österreichischen Pianistin Elisabeth Harnik auftreten. Die beiden Künstlerinnen haben viel gemeinsam: Sie bestreiten seit Anbeginn eigene Wege und lassen sich musikalisch nicht vereinnahmen. Beide haben klassische Musik studiert, sich mit Komposition und Neuer Musik beschäftigt. Während Léandre in den 40 Jahren ihrer Karriere mit allen Größen des Jazz musiziert hat, ist die um eine Generation jüngere Pianistin und Komponistin Harnik als Improvisationsmusikerin mittlerweile ebenso weltweit zu hören. Sie bewegt sich im Entwerfen ihres Klangkosmos am liebsten im Spannungsfeld zwischen Improvisation und Komposition. Kollaborationen bringen und brachten sie mit einer Vielzahl interessanter MusikerInnen zusammen. So ist sie Teil des Barcode Quartets mit Alison Blunt, Josef Klammer und Annette Giesriegl ebenso wie der Formation Plasmic mit Agnes Heginger, Uli Winter und Fredi Pröll.