"Objekt des Monats" | Klangfilm Europa Lichttongerät | Stiftung Tri-Ergon Filmwerk

"Objekt des Monats" | Klangfilm Europa Lichttongerät | Stiftung Tri-Ergon Filmwerk

"Objekt des Monats" Klangfilm Europa Lichttongerät Klangfilm Europa-Lichttongerät zur Wiedergabe von Filmen. Gebaut von Klangfilm ab 1934 bis in die 1970er Jahre. Der Film läuft über die Vorberuhigungsrolle und zwei weitere Rollen zur umlaufenden Tonbahn, die sich auf einer mit einer Schwungmasse gekoppelten Achse dreht. Nach einer weiteren Rolle gelangt der Film zur luftgedämpften Pendelrolle, die ungleichmäßigen Filmzug ausgleicht und dann zur Aufwickelzahnrolle am Projektor. Das Europagerät wurde in einigen Tausend Exemplaren gefertigt und immer wieder dem neusten Stand der Technik angepasst bis hin zur LED-Tonlampe und Stereo-Solarzelle. Die Tonoptik bildet den schmalen Spalt direkt auf dem Film ab. Die unterschiedliche Filmschwärzung führt in der Fotozelle zu unterschiedlichen Strömen, die über einen Verstärker im Lautsprecher hörbar gemacht werden. Das Gerät beruht auf einer Entwicklung des Bielefelder Tonfilmerfinders Joseph Massolle, der bereits 1929 rund 200 Tongeräte für die TOBIS baute, die auf seinem „Schwungmassenpatent“ beruhten: Die rotierende Tonbahn sorgt für gleichmäßige Tonwiedergabe ohne Jaulen. Das Gerät wurde in verschiedenen Versionen für die Projektoren der meisten Hersteller geliefert.