Jason Statham war nicht nur das Gesicht der mäßig interessanten Transporter-Reihe, er war es auch, der diesen Filmen überhaupt erst ihre Berechtigung gab. Im vierten Teil, "The Transporter Refueled", wurde er nun gegen Ed Skrein ausgetauscht - was schwerwiegende Folgen hat. Kurz gesagt: der vierte Teil ist ein Desaster und daran ist die Umbesetzung die größte Schuld. Wir brauchen nicht über schauspielerische Leistungen zu sprechen, denn diese sind bei Skrein erst gar nicht vorhanden und - zugegeben - auch Statham ist kein begnadeter Schauspieler, aber er kann im Kino glaubhaft einen Typus verkörpern, der im Actiongenre selten geworden ist. Während die meisten Actionfilme heute Cyberkriege inszenieren, hybride Superhelden mit einer kruden Psychologie ausstatten oder ganz und gar auf Spezialeffekte setzen, kam die Transporter-Reihe, trotz aller Dynamik, immer etwas altmodisch daher. Vor allem Jason Statham setzte eine Tradition fort, die ihre Hochzeit in den 70ern mit Alain Delon und Charles Bronson hatte. Statham spielte den einsamen Kämpfer mit Faust und Verstand, dessen Souveränität auch uns Zuschauern eine enorme Sicherheit gab. Ed Skrein als der neue Transporter, der beispielsweise notorisch unpünktlich ist und zu allem Überfluß auch noch mit ein bißchen Küchenpsychologie ausstaffiert wird, gibt uns dies nicht. In sein Auto sollten wir besser nicht einsteigen. Mehr dazu im Video!