Wenn ich meine Tochter in Hamburg besuche, werde ich stets an Bert Kaempfert erinnert. Sie wohnt nämlich in "Sichtweite" zum „Bert-Kaempfert-Platz“, im Stadtteil Barmbek. Am 16. Juni 1980 gab Kaempfert in der ausverkauften Londoner Royal Albert Hall sein letztes Konzert. Fünf Tage später starb er. Kaempfert- Arrangements waren so angelegt, daß bei den Melodie-Instrumenten die Blechbläser (Posaunen, Trompeten) dominierten. Ähnlich wie bei Ray Conniff "unterstützen" Stimmen die Instrumente. Als Soloinstrumente bevorzugte er Trompete, Flügelhorn und Posaune. Ladi Geisler erzeugte mit der Bass-Gitarre den berühmten „Knack-Bass-Effekt“. Das Orchester war weniger ein Jazz-Orchester mit höchsten harmonischen Ansprüchen, sondern ein "Easy Listening"-Orchester. So wollte Bert Kaempfert seine Musik auch verstanden wissen. Und genau dieser Umstand begründete seine große Popularität und den Erfolg. Div. Mitglieder des Kaempfert-Orchesters hatten später ihre eigene Big Band.