Ronny: Die Offensichtlichkeit das eigene Seins

Ronny: Die Offensichtlichkeit das eigene Seins

Interview mit Ronny, Sept. 2020. Fragen von Martha und Devasetu (Jetzt-TV, Ronny Interview09). Begegnung in Stille, was ist da mit Stille gemeint, Abwesenheit von Gedanken? Erstmal ist unsere Wesensnatur damit gemeint, die still ist, und durch die Möglichkeit der Offensichtlichkeit das eigene Sein zu schmecken, tritt Stille in den Vordergrund und da ist es relativ zweitrangig, ob eine Abwesenheit von Gedanken ist oder Gedanken vorbeikommen. Das Dilemma, wo wir die Stille oder das Sein nicht schmecken, ist da, wo wir auf die Gedanken zugreifen müssen, als eine Instanz, die Wirklichkeit hätte. Und auch um eventuell Gefühle nicht zu fühlen? Das könnte so ein Vermeidungsmechanismus sein, ja. Wie kann man den Vermeidungsmechanismus vermeiden? Das eine könnte sein, dass man merkt, dass Gedanken einen nicht glücklich machen, oder vieles Denken hat ja damit zu tun, Lösung finden zu wollen; passieren bei Ronny noch Vermeidungsmechanismen? Hat Ronny kaum noch Gedanken? Hat kaum noch Gedanken, weil die Instanz, die sie haben könnte, ist nicht da, und Ronny ist jetzt nicht daran interessiert, keine Gedanken zu haben, oder besonders weise Gedanken zu haben, es ist mehr diese Abwesenheit des Denkenden oder der Besitzer-Idee, die in sich ein Gedanke ist. Sind da nur noch funktionelle Gedanken da? Ronny weiß es nicht, er macht sich keine Gedanken über Gedanken; dann ist einfach nur Sehen da? Fokus? Ist Ronny die ganze Zeit in dieser inneren Stille? Gar keinen Fokus, die Natur von Wahrnehmung ist, dass sie in Bewegung ist...., bringt es ein Konstrukt hervor, kann es angeschaut werden, oder gelassen werden; in dem Anschauen wird es angeschaut, bis es durchschaut ist; in diesem Körper, in diesem organischen Sein ist es da; ist es identisch mit der Stille, ist einfach kein Festhalten an einer Idee von Gegenwärtigkeit; das Aufrechterhalten von Suche wird damit verknüpft, dass wir es mit Zeit in Beziehung setzen, oder mit einer besonderen Qualität von Raum; hat Ronny überhaupt noch etwas mit Zeit zu tun? Ja, in zwei Stunden steigt er in den Bus, es findet einfach hier in diesem praktischen Kontext statt. Erlebt Ronny so etwas wie einen Fluss von Zeit? Was er eher erlebt, ist ein Fluss von Zeitlosigkeit. Wenn Ronny so spricht, ist das dann eher ein direktes Passieren, die Worte kommen einfach aus dem Mund? Ronny: So wie bei dir, es ist etwas Natürliches; es ist immer mit der Idee verknüpft, wenn ich erwacht bin, ist es so und so, nee, es ist das natürliche Prinzip, es vollzieht sich überall. Es ist eine Idee, dass du es nicht erkannt hast, weil es die ganze Zeit erkannt wird. Es ist da nur diese Vorstellung, die sich festsetzt, wie: „Ah, ich habe jetzt was gehört, ich habe es noch nicht erkannt“, oder „das habe ich noch nicht realisiert, da bin ich noch nicht“; dabei ist es die Natürlichkeit von Wirklichkeit; du kannst dich immer dahin ausrichten, wo du merkst, da ist Qualität, oder da ist Sein, oder das habe ich als Selbst, oder als Wirklichkeit erkannt, oder erlebt, oder das ist, was ich bin, das ist eine absolute Gewissheit, und dann siehst du, was passiert. Nisargadatta sagt: „Der letzte Wunsch, ist der Wunsch nach Wunschlosigkeit“; in dem Kontext hier: Die letzte Idee ist, dass du ohne Idee sein könntest, und dann richtet man sich darauf aus. Gibt es irgendwie einen Weg oder wie man sich leichter ausrichten kann? Die einfache Erforschung, wer du bist. Ist keine Meditation notwendig? Reicht dieses Erforschen? Notwendig ist gar nichts, also wenn es aus einer Notwendigkeit passiert, führt es immer in die nächste Not; das Verweilen im Ich-bin oder die Frage „Wer bin ich?“ ist keine Methode. Meditation führt in das Ich-bin, in eine Methodenlosigkeit von Sein, und dann findet darin eine Offenbarung statt, oder auch nicht, und beides könnte eine Offenbarung sein, der Hinweis auf das, was schaut, auch diese Frage: „Wer bin ich?“. Sitzt man irgendwo, auf einmal taucht diese Frage auf, auf einmal sieht sich das, was sieht; es ist nicht so, dass man mit der Frage „Wer bin ich?“ dahin kommen könnte, weil das, was du bist, hat seine Natur ja nie verlassen. Ob das bei allen auftaucht dieses: „Aha, das ist es“, dies ist einfach bei dem einen gegeben und bei dem anderen nicht, ohne dass man es beeinflussen kann? Das kann man für sich selbst herausfinden, in diesem, wo du für dich weißt, warum du zum Satsang gehst; wenn Selbsterkenntnis ist oder das, was du in deiner Natur bist, das der Hauptgrund ist, und alles andere schön ist oder nicht, gehst trotzdem hin, alles andere, was du da an Gewinn hast oder an schöner Begegnung, so schön wie es ist, es hat keine Bedeutung für dich, dann bist du mittendrin…; es geht um dieses Zusammensein, wo es nichts Zweites mehr gibt…, und noch weiteres Interview mit Ronny, vielen Dank. www.jetzt-tv.net und www.t.me/freemea