Es sind die letzten Tage im Leben Jesu: der Einzug in Jerusalem durch ein Spalier jubelnder Menschen, der Rauswurf der geldgierigen Händler aus dem Tempel, das letzte Abendmahl im Kreise der Weggefährten, die Kreuzigung auf Golgatha.2021 ist zugleich die Zeit einer weltweiten Pandemie: Das Volk, die Soldaten und die trauernden Frauen am Grab tragen Masken, sie halten Abstand voneinander und bewegen sich in menschenleeren Räumen. Ein Passions- und Osterspiel im Jahr 2021 kann kaum so tun, als gebe es die Covid-19-Pandemie nicht – diesen Gedanken verfolgen Pastor Karl-Marin Harms von der ökumenischen Flughafenseelsorge und Landessozialpfarrer Matthias Jung in einem ungewöhnlichen Videoprojekt. Gemeinsam mit Laiendarsteller*innen und einem professionellen Filmteam setzten sie jetzt an einem langen Drehtag die Passions- und Ostergeschichte 2021 am Flughafen Hannover-Langenhagen in Szene. Der Flughafen hat Berührungspunkte mit Jerusalem am Passahfest vor 2000 Jahren: beides sind Orte, an dem sich Menschen zu einem bestimmten Zweck versammeln, hier die Flugreise, dort das religiöse Fest. Hier wie dort verdienen Menschen ihren Lebensunterhalt durch spezifische Tätigkeiten. Doch der Airport ist in diesem Jahr leer, gespenstisch leer. Das Osterspiel verschränkt die letzten Tage Jesu und das Ostergeschehen mit der Situation am Flughafen unter Corona. Manche Orte werden Flugereisende wiedererkennen: das Terminal, den Zugang zum Terminalgebäude (Einzug in Jerusalem), die Flughafenkapelle (Tempelreinigung, Verrat und Verleugnung), vielleicht auch den Flughafenpark (Berufung des Petrus, Garten Gethsemane, Ostermorgen). Andere sind für sie nicht zugänglich: die Kantine (Salbung in Betanien, Kreuzigung) oder der Versorgungskeller (Kreuzigung). Hier finden Sie die Beschreibung des Projekts von Andrea Hesse, Öffentlichkeitsbeauftragte des Ev. Kirchenkreises Burgwedel-Langenhagen: https://www.landeskirche-hannovers.de... Eine Galerie mit Bildern vom Drehtag finden Sie hier: https://www.kirchliche-dienste.de/arb...