Nach der gewaltigen Begegnung mit dem Engel Gabriel ging Muhammad hinaus aus der Höhle und hörte dieselbe furchteinflößende Stimme rufen: „Muhammad! Du bist Allahs Gesandter und ich bin Gabriel!" Er erhob seine Augen und sah den Engel wieder in der überdimensionalen Gestalt eines Mannes. Er stand am Himmel über dem Horizont. Dann rief die Stimme erneut: „Muhammad! Du bist Allahs Gesandter und ich bin Gabriel!" Muhammad, Allahs Segen und Frieden über ihn, versuchte, der Vision zu entkommen und drehte sich weg. Doch egal, wo er sich hinwendete, der Engel stand dort und schaute zu ihm. Nach einiger Zeit verschwand der Engel und hinterließ einen vom Schock benommenen und eingeschüchterten Muhammad, der nach Hause zu seiner Frau Khadija eilte, um bei ihr Wärme und Trost zu finden. Er erzählte ihr von seinem Erlebnis. Sie versuchte ihr Bestes, um ihn zu beruhigen und ihm Mut zu machen. Er sei doch stets rechtschaffen, großzügig und hilfsbereit gewesen, sagte sie, da werde Gott ihm kein Unheil beschieden haben. Sie nahm ihn zu ihrem Onkel Waraqa, der die Schriften der Christen kannte. Als Waraqa sich den Bericht Muhammads angehört hatte, erklärte er ihm, dass dies wohl der Engel wäre, der auch zu Moses gekommen war. Der alte Mann war sich sicher, dass Muhammad zum Propheten auserwählt worden war.