Wiener Staatsballett – Martin Schläpfer über »Jolanthe und der Nussknacker«

Wiener Staatsballett – Martin Schläpfer über »Jolanthe und der Nussknacker«

Musiktheater für die ganze Familie: die Volksoper Wien präsentiert einen Abend mit zwei Meisterwerken Tschaikowskys: der Oper »Jolanthe« und dem Ballett »Der Nussknacker«.  Jolanthe ist eine blinde Prinzessin. Ein berühmter Arzt kann sie heilen, aber erst, nachdem sie über ihre Blindheit aufgeklärt wurde. Ihr Vater jedoch will ihr diese Nachricht nicht überbringen, ihr Schmerzen um jeden Preis ersparen. Ein unerwarteter Besucher, der zukünftige Geliebte, erklärt der Prinzessin, was es bedeutet, sehen zu können. Ein Riss durch die geordneten Strukturen der Kindheit führt nicht nur in »Jolanthe«, sondern auch in Tschaikowskis Ballett in eine neue Welt: Ein Mädchen entdeckt in einem Nussknacker einen Prinzen, mit dem es zu einer Traumreise in ein märchenhaftes Schlaraffenland aufbricht. Lotte de Beer, Andrey Kaydanovskiy und Musikdirektor Omer Meir Wellber verflechten die beiden Werke zu einer Geschichte über das Erwachsenwerden und das Lernen, die Welt so zu sehen, wie sie ist. Die »Nussknacker«-Musik und die Tänzer*innen des Wiener Staatsballetts zeigen uns die Welt von Jolanthes innerem Auge. »Es kommt im Leben eine Zeit, in der man sich entscheiden muss, ob man eine blinde Prinzessin bleiben oder die Welt in ihrer ganzen Unvollkommenheit sehen will«, so Lotte de Beer. Wiener Staatsballett JOLANTHE UND DER NUSSKNACKER Premiere: 9. Oktober 2022 Spielstätte: Volksoper Wien Musik Piotr I. Tschaikowski Inszenierung: Lotte de Beer Choreographie: Andrey Kaydanovskiy Musikalische Leitung: Omer Meir Wellber/Keren Kagarlitsky/Manuela Ranno Bühnenbild: Katrin Lea Tag Kostüme: Jorine van Beek Licht: Alex Brok