Verschärfte Mangelernährungskrise im Tschad | Ärzte ohne Grenzen

Verschärfte Mangelernährungskrise im Tschad | Ärzte ohne Grenzen

Jedes Jahr von Mai bis September leiden wegen der Trockenzeit hunderttausende Menschen im Tschad unter extremer Mangelernährung. Kleine Kinder unter fünf Jahren trifft es am schwersten. Dr. Yannick Tsomkeng führt uns durch die von Ärzte ohne Grenzen unterstützte Klinik in Am Timan, der Hauptstadt des Tschad, in der wir akut mangelernährte Kinder medizinisch versorgen. Auf Station 1 kümmern wir uns um schwer mangelernährte Kinder. Häufig haben sie zusätzliche Krankheiten, die verhindern, dass sie richtig essen können. Die Kinder auf Station 1 sind schwer krank. Wenn es ihnen etwas besser geht, werden sie auf die Transit-Station verlegt. Hier lernen sie langsam wieder, selbst zu essen. Kinder, die sich wieder richtig gut fühlen, kommen auf die Rehabilitations-Station, wo sie lernen, wieder ganz eigenständig und ausreichende Mengen zu essen, bevor sie nach Hause können. Schon im Juli 2017 hat das Gesundheitsministerium des Tschad einen sehr hohen Anteil an schwer mangelernährten Kindern unter fünf Jahren festgestellt. In diesem Jahr hat sich die Krise noch einmal verschärft. Ärzte ohne Grenzen/Médecins Sans Frontières (MSF) leistet weltweit medizinische Nothilfe in Krisen- und Kriegsgebieten und nach Naturkatastrophen. Die unabhängige internationale Organisation hilft schnell, effizient und unbürokratisch. Unsere Teams behandeln kranke und verwundete Menschen, kümmern sich um mangelernährte Kinder oder sorgen für sauberes Trinkwasser und Latrinen. Um die eigene Unabhängigkeit zu bewahren, finanziert sich Ärzte ohne Grenzen überwiegend aus privaten Spenden. ------------------------------------------------------------ Informieren, spenden oder mitwirken: Deutschland: http://aerzte-ohne-grenzen.de Österreich: http://aerzte-ohne-grenzen.at Schweiz: http://www.msf.ch/de