Keine Religion und keine Institution hat das Recht, dies in Frage zu stellen. Grußwort von Prof. Dr. Helge Braun (CDU), Bundesminister für besondere Angelegenheiten und Chef des Bundeskanzleramtes, zum Genozid-Gedenktag Axavtina Prof. Dr. Helge Braun (Berpirsyarê Ofisa Angela Merkel) Vekirina roja bîranina Fermana Êzdîxanê bi Def û Shebab ji alyê Qewalên Shîxadî ve Vierter Genozid-Gedenktag in der Kongresshalle in Gießen Um sie zu vernichten oder zu vertreiben, wurden die 400.000 Yeziden des Sinjar am 3. August 2014 von IS-Terrormilizen angegriffen. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden rund 5.000 Yeziden sofort getötet und weit mehr entführt. Rund 430.000 Yeziden mussten fliehen. Es muss befürchtet werden, dass viele Vermisste ermordet wurden. Von den mehr als 5.000 verschleppten Frauen und Mädchen sind noch immer mindestens 3.000 als Geiseln in den Händen des IS. Die gefangenen Frauen wurden vergewaltigt, zwangsverheiratet oder auf Sklavenmärkten verkauft, einige von ihnen auch an syrische islamistische Gruppen, die sogenannte „Freie Syrische Armee“. Nur 40.000 Yeziden sind in ihre Region zurückgekehrt, die durch die Kämpfe gegen den IS vollständig zerstört wurde. „Die Yeziden brauchen auch dringend Unterstützung beim Wiederaufbau und viel mehr Hilfe bei der Befreiung der Geiseln“, forderte Sido. Am Freitag gedachten Yeziden und ihre Freunde weltweit der Opfer des Völkermordes im Sinjar. In Deutschland, Europa, Nordamerika, Russland, Armenien, Georgien und vor allem in Irakisch-Kurdistan gab es zahlreiche Gedenkveranstaltungen. In von der Türkei besetzten nordsyrischen Afrin hingegen werden keine Veranstaltungen stattfinden, sagte Sido. Diese Kurdenregion befindet sich seit dem 18. März unter der Herrschaft der türkischen Armee und syrischer radikalislamistischer Gruppen. „Nach Sinjar war Afrin eine der letzten Regionen des Nahen Ostens, wo Yeziden ein mehr oder weniger ruhiges Leben führen konnten“, berichtete der Menschenrechtler. „Jetzt sind dortigen Yeziden selbst auf der Flucht und sind genauso wie die Yeziden von Sinjar auf internationale Hilfe angewiesen.“